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BIM VDMA

Welche Daten mit welcher Detailtiefe braucht der Planer, wenn er ein BIM-Projekt plant? Wo finde ich einen Überblick über bestehende Normen und Richtlinien? Wie helfen mir die BIM-Cluster? Viele weitere Fragen wurden nicht nur an die Vortragsreferenten gestellt, sondern auch in den drei parallelen Workshops während des 1. AK Treffen BIM in der Gebäudetechnik am 12. Oktober untereinander diskutiert.

Die Vortragsreihe mit einem starken Praxisbezug machte deutlich, was die Einführung von BIM-Prozessen für Unternehmen in der Praxis bedeutet. Denn die Aussage: „Wir machen jetzt BIM!“ beinhaltet doch mehr als man vermutet und manchmal sind die Hürden höher als erwartet.

„Das ganze System muss funktionieren und dazu brauchen wir Daten“, erklärte Bernd Scheithauer von Danfoss GmbH. Vor allem ist es wichtig, dass wir für die Zukunft EIN Datenmodell haben. Nur so können diese Datensätze unter einem akzeptablen Kosten-/Nutzen-Verhältnis erstellt und gepflegt werden, betonte Scheithauer.

BIM ist eine Erleichterung für alle, stellte Andreas Pilot von Angela Fritsch Architekten GmbH fest. Bei dem BIM-Projekt „Neubau Kreisklink Groß-Umstadt“ arbeitete das BIM-Team eng zusammen und jeder hatte seine Aufgaben. Ein leistungsphasen-orientiertes Denken passt jedoch nicht immer genau zu dem BIM-Prozess, stellte Pilot fest.

Enis Kansoy von pit-cup GmbH berichtete über seine Erfahrungen, was BIM mit Fokus auf den Betrieb beim Neubau Axel Springer Campus bedeutete. Hierbei stellte er fest, dass IFC für eine „aktive“ Modellnutzung im Betrieb bedingt nutzbar ist. Es fehlen einfach noch Spielregel, sagte Kansoy.

Wilhelmina Katzschmann richtet das BIM-Cluster Rheinland-Pfalz aus, ist Vizepräsidentin der Ingenieurkammer RLP und Inhaberin eines TGA Ingenieurbüros. Moderne Technologien prägen zunehmend die Industrie und die Digitalisierung ist auch beim Bauen angekommen. Um den Schulterschluss aller Beteiligten am Bau zu erreichen, legt Katzschmann die Teilnahme an einem der BIM Cluster nahe. Die positiven Auswirkungen der Cluster lassen sich bereits an verschiedenen Stellen in den Prozessen feststellen!

Lars Oberwinter, Plandata Datenverarbeitungs GmbH, berichtete von den täglichen Herausforderungen, denen sich Planer und Hersteller bei der Datenübergabe gegenüber sehen.

Alle Themen, Fragen und Anregungen der Teilnehmer wurden in den Workshops aufgenommen und werden derzeit analysiert. Die Notwendigkeit der Fortsetzung des AKs war nicht nur deutlich zu spüren, sondern wurde auch durch eine Abfrage am Ende bestätigt. Welche Themen zukünftig den Schwerpunkt bilden werden, erfahren Sie in Kürze auf der Website des Forums und auch per Email an die Teilnehmer. Denn eines ist allen wichtig: Wir müssen jetzt mit der Gebäudetechnik im BIM-Prozess aktiv dabei sein und dürfen nicht den Anschluss verlieren.

Den Originalbeitrag von Frau Manda Kosic finden Sie hier

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